Umsteigen auf einen Kaminofen

Wer im Winter nicht frieren will, muss leider auch tief in die Tasche greifen, und das heute mehr denn je. Die gestiegenen Gas- und Ölpreise produzieren erhebliche Zusatzkosten und können alleine bereits Grund genug sein, über Alternativen nachzudenken. Und während die Ressourcen an Erdöl, Gas und Kohle in naher Zukunft weitestgehend erschöpft sein werden, ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, der europaweit durch Nachhaltigkeit erzeugt werden kann: geerntete Mengen können zugleich auch wieder gepflanzt werden. So entsteht ein Ressourcenkreislauf, vor dessen Versiegen man sich nicht fürchten muss.

Sich in diesem Zusammenhang einen Kaminofen anzuschaffen, ist also eine sinnvolle, da ressourcenschonende und kostensparende Überlegung. Denn neben dem Effekt behaglicher Gemütlichkeit hat man es hier mit einer Methode der Wärmeerzeugung zu tun, die dazu beiträgt, die allgemeinen Ausgaben für eben diese zu reduzieren. So können abhängig vom Wärmewert des Holzes beispielsweise 2 kg angemessen gelagertes Brennholz problemlos 1 Liter Heizöl ersetzen.

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Wie die Wärmeversorgung funktioniert

Ein Kaminofen gibt seine Wärme durch Strahlung und Konvektion ab. Strahlungswärme verteilt die Wärme im Raum dadurch, dass sie die von ihr bestrahlten Objekte aufheizt. Im Fall der Konvektionswärme wird die Raumluft in einem sogenannten Konvektionskanal am Brennraum vorbei geführt und heizt sich auf diese Weise auf. Die Folge ist eine behagliche Thermik und homogene Verteilung im Raum.

Es wäre aber zu kurz gedacht, davon auszugehen, dass ein Kamin lediglich den Wärmebedarf desjenigen Raumes decken kann, in dem er brennt. Denn mit Hilfe der richtigen Optimierung ist es durchaus möglich, das gesamte Heizsystem eines Haushaltes zu versorgen. Sogenannte wasserführende Kaminöfen schaffen es, ihre Wärmeproduktion in vollem Umfang in die allgemeine Heizleistung mit einzubringen. Die im Kaminofen erzeugte Wärme wird hydraulisch zu den entsprechenden Heizkörpern befördert und dort genutzt. Hat man zusätzlich eine Solaranlage mit Sonnenkollektoren auf dem Dach, ist der Einspareffekt noch intensiver. Denn in den Sommermonaten ist man mit diesem Kombi-Modell heiztechnisch völlig kostenfrei. Die Investition für die Umstellung auf eine solche Heizmethode hält sich dabei meistens in einem überschaubarem Rahmen und hat sich in aller Regel schon nach kurzer Zeit amortisiert. Attraktive Fördermaßnahmen für derart umweltschonende Heizmethoden lassen weiteres Geld einsparen.

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Wie man am besten vorgeht

Die Installation eines Kamins ist sinnvollerweise eine Dienstleistung, die ausschließlich von Spezialisten vorgenommen werden sollte. Denn keine Feuerungsanlage darf ohne Genehmigung und Abnahmebescheinigung in Betrieb genommen werden. Fragen landesbaurechtlicher Vorschriften und gegebenenfalls kommunale Bestimmungen haben entscheidenden Einfluss auf die jeweilige Vorgehensweise. Ebenfalls muss geprüft werden, inwiefern ein geeigneter Schornstein vorhanden ist, und wie die Beschaffenheit der Rauchrohre auszusehen hat. Auch gilt es zu bedenken, woher man sein Brennholz beziehen, und wie man es lagern sollte, um Kaminversottung und ähnliche Probleme zu vermeiden.

Aber nicht zuletzt ist es vor allem entscheidend abzuwägen, welcher Kaminofentyp für den jeweiligen Bedarf ideal ist. Denn hier spielen zahlreiche individuell zu eruierende Faktoren eine Rolle, die vor der Anschaffung genauestens durchdacht werden sollten, um die bestmögliche und kostensenkendste Lösung zu finden. Fragen dieser Art gilt es zu klären, und hier kann der spezialisierte Dienstleister weiter helfen.

Lassen Sie sich von uns beraten. Wir helfen Ihnen sparen.

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Sich beim Heizen nicht verheizen lassen

Mittlerweile musste der eine oder andere seine Heizung auf Drängen des Gesetzgebers hin austauschen. Heizungen dürfen die Grenzwerte der Bundes-Immissions-Schutzverordnung (BImSchV) nicht überschreiten, und müssen seit dem 1. November 2004 andernfalls entfernt werden. Aber auch unabhängig von dieser Verordnung kann die Modernisierung des Heizkessels lohnen. Denn eine neue Heizungsanlage spart in aller Regel jede Menge Energiekosten. Anlagen, welche die Kesselwassertemperatur automatisch der jeweiligen Außentemperatur anpassen zum Beispiel regeln die Energiezufuhr in Abhängigkeit von der jeweiligen Anforderung.

Wird der Heizkessel erneuert, geht das oft mit der Notwendigkeit einher, auch gleich eine Kaminsanierung vorzunehmen. Das erfährt man in aller Regel vom Schornsteinfeger. Moderne Öl- oder Gaskessel haben merklich niedrigere Abgastemperaturen, was zur Folge haben kann, dass die Abgase kondensieren, noch bevor Sie den Kamin verlassen haben. Sie können sich als Feuchtigkeit niederschlagen, und der Kamin erliegt der Gefahr des sogenannten “Versottens”.

Damit es dazu nicht kommt, bieten wir eine Expertenberatung an, die präzise analysiert, welche Schritte für Sie notwendig sind, um um bauphysikalischen Problemen durch Versottung vorzubeugen.