Öl und Gas nicht die einzigen Wärmequellen.

Wenn es abends langsam wieder früher dunkler wird, und die Strassen sich mit nassem Laub füllen, sind das sichere Zeichen dafür, dass es mit dem Sommer mal wieder vorbei ist. Shirts und Shorts gehen in den Winterschlaf, und für Mäntel und Pullover beginnt eine neue Saison. Die kalten Monate machen sich breit, und es muss wieder geheizt werden. Aber während es draussen ungemütlich wird, und sich in den eigenen vier Wänden wohlige Wärme ausbreitet, stellt sich auch eine bekannte und weniger angenehme Nebenwirkung ein. Denn zusammen mit der Innentemperatur steigt auch das Kostenbarometer. Wer im Winter nicht frieren will – und wer will das schon – muss leider auch tief in die Tasche greifen. Spass macht das wenig, und die gestiegenen Öl- und Gaspreise tun ihr Übriges, um einem das Heizvergnügen in den Wintermonaten noch zusätzlich zu verderben. Grund genug, über Alternativen nachzudenken.

Die Entdeckung des Feuermachens irgendwann in grauer Vorzeit gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten Errungenschaften der Menschheit. Man fragt sich, warum wir heute dieser Entdeckung weitestgehend blind gegenüberstehen. Im Grunde hatte es der Höhlenmensch doch besser als wir: Holz besorgen, Feuer machen, fertig. Von Kostenfragen unbehelligt liess er es sich in den kalten Monaten gut gehen. Zwar ist es heute mit der Winterwärme auch beim allerbesten Willen nicht ganz so einfach – ein bisschen von dieser Methode lernen können wir aber allemal. Denn nicht umsonst ist der offene Kamin ja sozusagen das Lagerfeuer des zivilisierten Bürgers. Neben dem Effekt behaglicher Gemütlichkeit beim wohligen Blick auf loderndes Kaminfeuer ist uns jedoch meistens gar nicht klar, dass wir es hier mit einer Methode der Wärmeerzeugung zu tun haben, die ganz erhebliche Kosten sparen hilft. Schluss mit überteuerten Öl- und Gaspreisen, stattdessen zurück zur Natur – also in diesem Fall zurück zum Kaminfeuer. Und dabei sind die Möglichkeiten weit umfangreicher, als man sich das auf den ersten Blick vorstellen würde.

In aller Regel mag man wohl zunächst davon ausgehen, dass ein Kamin ausschliesslich für den Wärmebedarf desjenigen Raumes zuständig ist, in dem das Feuer fröhlich vor sich hin lodert. Das ist zwar richtig, muss aber bei weitem nicht alles sein. Und da liegt erfreulicherweise ein entscheidender Vorteil zur Situation des Höhlenmenschen. Denn tatsächlich ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich, nicht nur einem einzigen Raum, sondern gar dem gesamten Heizsystem eines Haushaltes sozusagen Feuer zu machen. Sogenannte wasserführende Kaminöfen mit Speicheranschluss schaffen es tatsächlich, weit über die Hälfte ihrer Wärmeproduktion in die Heizleistung mit einzubringen. Überschüssige Wärme fliesst dabei in den Wasserkreislauf ein und kann gespeichert werden. Das bringt den angenehmen Nebeneffekt mit sich, dass auf diese Weise, und je nach Verbrauch, erhebliche Anteile des eigenen Heiz- und Warmwasserbedarfs abgedeckt werden können. Und das ist nicht nur bemerkenswert, sondern spart auch in hohem Masse Kosten. Wer dann zusätzlich noch eine Solaranlage mit Sonnenkollektoren auf dem Dach sein eigen nennt, kann das gesparte Geld direkt in den nächsten Strandurlaub einfliessen lassen. Denn in den Sommermonaten ist man mit diesem Kombi-Modell heiztechnisch völlig kostenfrei – von den attraktiven Fördermassnahmen für derart umweltschonende Heizmethoden einmal ganz abgesehen.

Angesichts solch schlagender Argumente überzeugt und begeistert, mag man direkt ins Auto springen und zum nächsten Baumarkt düsen, um sich dort einen der zahlreich angebotenen Kaminöfen mit nach Hause zu nehmen. So einfach ist es dann aber auch wieder nicht. Bevor man mit der modernen Version klassischer Lagerfeuerromantik gehörig Geld sparen kann, müssen erst eine ganze Reihe von Fragen geklärt werden – und dabei nicht zuletzt rechtliche. Denn keine Feuerungsanlage darf ohne Genehmigung und Abnahme in Betrieb genommen werden. Und wer weiss beispielsweise schon, wie viel Sicherheitsabstand zu einer Glastür einzuhalten ist? Die landesbaurechtlichen Vorschriften sind nicht ohne, und gegebenenfalls kommen noch kommunale Bestimmungen hinzu. Ohne Abnahmebescheinigung vom zuständigen Schornsteinfegermeister geht hier gar nichts. Und wo wir schon mal beim Thema sind: ein geeigneter Schornstein ist eine unumgängliche Voraussetzung. Auch da ist man als Laie natürlich ahnungslos. Mal ganz abgesehen von der Bauartbestimmung des Kamins nach DIN 18891, oder der Beschaffenheit der Rauchrohre, oder den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes für Brennstoffe. Und woher kriegt man überhaupt sein Holz, und wie und wo muss es gelagert werden, um Kaminversottung und schädliche Emissionen zu vermeiden?

Wer unter diesen Voraussetzungen jetzt entnervt abwinkt und dann doch lieber weiter gutes Geld für Öl und Gas aus dem Fenster schmeissen bzw. verheizen will, dem sei vorher geraten, doch einmal einen Experten zu Rate zu ziehen. Denn die Installation eines Kamins ist sinnvoller weise eine Dienstleistung, die ausschliesslich von Spezialisten vorgenommen werden sollte. Hier bieten Unternehmen praktische Rundum-Sorglos-Pakete, die mit der Auftragsvergabe beginnen und mit dem gemütlichen Entspannen vor dem eigenen Kamin enden, ohne dass man sich selber um irgendeinen der entscheidenden Schritte kümmern müsste. Und dabei muss man auch nicht unbedingt den letzten Notgroschen anrühren, denn die Preise halten sich doch in überschaubarem Rahmen – ganz abgesehen davon, dass sich die Investition schon nach kurzer Zeit amortisiert, und damit ausgezahlt hat.

Wer also der Preistreiberei bei Öl und Gas für seinen eigenen Bedarf ein Ende bereiten will, der ist gut beraten, über ein Kaminofensystem nachzudenken, das nicht nur dem eigenen Geldbeutel nützt, sondern auch den eigenen vier Wänden eine gute Dosis zusätzlicher Gemütlichkeit verschafft.